• Sandra Kitzmüller

Wie alles begann


Ich war schon immer beeindruckt von der Kraft und Schönheit die Pferde mit sich brachten. Irgendwie war ich auch neidisch, mit dieser Leichtigkeit solch Eleganz und Anmut auszustrahlen.

Die Anziehung zu diesen edlen Tieren ließ mich nicht mehr los und so verbrachte ich von Kindesbeinen an sehr viel Zeit mit ihnen.

Die Jahre vergingen und ich stockte meine Reit - Kenntnisse so gut es ging auf.

Meine Erziehung in Sachen Pferde und Reiten war sehr klassisch.

Sätze wie "Du musst dich durchsetzen, der Boss sein!", "Du musst dich behaupten sonst hast du verloren" waren da täglich Brot.

Wie viele andere Menschen wuchs ich deshalb mit dem Gedanken auf, einem so mächtigen und großen Wesen nur mit Durchsetzungskraft und schließlich Unterdrückung begegnen zu können.

Daher wusste ich es nicht besser und habe verschiedene Methoden angewandt um ein gehorsames und sicheres Pferd zu bekommen.

Zu sehr darauf konzentriert was das Pferd den alles darf und was nicht, vergaß ich auf die wirklichen Bedürfnisse

meines Pferdes zu achten.

Viele "Trainings-Versuche" basierend auf unterschiedlichsten Methoden verhalfen mir immer nur zu

einem momentanen "Glückserlebnis", leider konnte ich diese Erfolge oft nicht dauerhaft halten.

Auch wenn der allgemeine Umgang beim führen und reiten sehr gut funktionierte, lehnte mich meine Stute trotzdem ab. Denn sobald meine Stute um ihre Flucht und freie Wahl wusste, entschied sie sich stets gegen mich.

Das hat mich zutiefst verletzt, weshalb ich wusste, dass die Beziehung die wir hatten nicht auf Lebensfreude, Freundschaft und Gleichberechtigung baute sondern bloß meinen Wünschen und Forderungen entsprach.

Zu dieser Zeit begann der Wendepunkt in meinem Leben. Mit dieser Erkenntnis konnte ich nicht mehr so "tun als ob" und es ignorieren. Ich wollte wissen, warum mein Pferd immer wieder so ablehnend auf mich reagierte und machte mich auf die Suche.

Der erste Stein für eine tiefere Beziehung zu Pferden, vor allem zu meinem Pferd war gelegt.

Ich schob meinen Ehrgeiz beiseite und suchte nach Möglichkeiten der Weiterbildung im Sinne der Pferde, im Sinne meines Pferdes.

Seit diesem Zeitpunkt galten all meine Fortbildungen den wahrhaft "natürlichen" Umgang mit dem Pferd selbst zu erlernen.

Es genügte mir nicht nur das Wissen, um die Psychologie der Pferde anzueignen, sondern auch die Selbsterfahrung zu machen.

Was ich bis dahin nicht wusste war, dass all die vermeintlichen Probleme mit dem Pferd immer im Bezug zu mir standen.

Selbstreflexion ist dabei ein wichtiger Baustein.

Dazu gehört auch zu erfahren, wo meine Schwächen liegen, welche mich in meinem Leben blockieren. Wie ich diese lösen kann und lernen kann damit umzugehen.

Aus diesem Grund waren meine Weiterbildungen sehr breitgefächert:

  • Pferdepsychologie

  • Humanpsychologie

  • Kinderpsychologie

  • Entstehung von Gefühlen und Emotionen

  • Quantenphysik

  • Energiekörper verstehen

  • verschiedenste Energietechniken ("Chi Gong", "Yoga", "Mediationen", "Verbundener Atem" - nach Dr. Rüdiger Dahlke)

  • Entstehung von Konditionierung und Automatismus

  • "Krankheit als Symbol" - Dr. Rüdiger Dahlke

  • gesellschaftliches Leben im 21. Jahrhundert

  • Trauma und dessen Entstehung

  • Leben in Angst

Um in meinen Seminaren ein breitgefächertes Wissen vermitteln zu können, ist es mir ein großes Anliegen ständig neue Lerninhalte in meine Arbeit aufzunehmen. Nur dadurch ist es uns möglich die Komplexität aller Zusammenhänge, die im Umgang mit Pferden essentiell sind, zu verstehen.

Ich habe bereits eine lange Suche hinter mir und fühle mich endlich angekommen und frei.
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